Ich bin (noch immer) ein wirklich grosser Fan der Sitcom „Two And A Half Men“ oder zu gut Deutsch „Mein cooler Onkel Charlie“.

Aber seit Staffel 5 dümpelt das Ganze unaufhaltsam dem Mittelmass entgegen.

Klar, der Subplot in Staffel 5 mit Robert „Jonathan Hart“ Wagner und Jenny McCarthy war lustig und man konnte damals gewisse Schwächen mit dem Autorenstreik erklären, aber auch die bei uns aktuelle Staffel 6 scheint nicht wirklich aus den Startlöchern zu kommen:

Obwohl Jake mittlerweile 15 Jahre alt ist und ziemlich abgespeckt hat, hat er noch immer die Fresssack-Etikette und die Drehbuchautoren legen Charlie stets die gleichen Beleidigungssprüche in den Mund. Auch Alan“s Neurosen und Minderwertigkeitskomplexe sind längst nicht mehr so frisch wie früher. Charlie“s Beziehung zu Chelsea ist verrwirrend: eigentlich sind die beiden ja zusammen, aber sie ist nach Folge 8 plötzlich verschwunden, nur um dann in Folge 15 plötzlich wieder aufzutauchen und gleich eine Paartherapie mit Charlie zu machen. Sogar aus auf dem Papier durchaus interessanten Gaststars wie Alicia Witt oder Sheen“s Bruder Emilio Estevez wird einfach zu wenig Kapital geschlagen. Einzig die Story mit dem neuen Nachbarn (Green Mile Hüne Michael Clarke Duncan) wusste zu überzeugen. Mit ihm gibt es auch ein Wiedersehen.

Klar, es ist ja „nur“ eine Sitcom und man kann (oder soll) keine zu hohen Erwartungen in Sachen Anspruch, Logik oder Tiefgang haben. Und wie es scheint – hier folgt ein kleiner Ausblick auf die restlichen Folgen der sechsten Staffel – ist Besserung auch in Sicht:

Wie schon erwähnt ist Chelsea wieder mit von der Partie und zieht gegen Ende der Staffel sogar im Strandhaus ein. Die Beziehung ist aber alles andere als leicht. Plötzlich taucht auch noch Charlie“s Ex-Verlobte Mia auf und stellt das Paar auf eine heftige Probe. Alan beginnt die attraktive Melissa zu daten. Jake schlägt sich mit diversen Teenagerproblemen herum und ist immer noch nicht allzu gut in der Schule. Dies gipfelt darin, dass er ein Date mit einer Neunjährigen hat, weil es ihm in Mathe eine bessere Note einbringen könnte…

Momentan wird im US-Fernsehen die siebte Staffel ausgestrahlt. Die Popularität ist ungebrochen und die Zuschauerzahlen sehr hoch. Die privaten Schlagzeilen der Schauspieler leisten da sicher auch ihren Beitrag. Es gibt allerdings eine interessante Theorie, wonach „Men“ davon profitiert, dass aktuell im amerikanischen Fernsehen keine andere Sitcom eine ernsthafte Konkurrenz darstellt und man darum fast ein Art Monopol inne hat. Dies würde bedeuten, dass Charlie & Co. eigentlich noch einige Jahre lang ihr Unwesen treiben könnten, wenn alles rundherum stimmt. Realistischer ist aber wohl ein baldigeres Ende, aber wer weiss schon was übermorgen ist (Freitag?).

Ich werde sicher weiter einschalten und hoffe auf wieder bessere Unterhaltung.